In gewissen beruflichen Positionen sind Manschettenknöpfe annähernd Pflicht, zumindest gehören sie zu einem entsprechenden Business Outfit. Und genauso wie Du verschiedene Anzüge, Hemden und Krawatten oder Kostüme trägst, lohnt es sich, verschiedenen Manschettenknöpfen zu besitzen.

Wie andere Schmuckstücke sind Manschettenknöpfe, wie wir sie anbieten, eine Investition fürs Leben. Wenn sie nicht verloren gehen, halten sie bei entsprechender Qualität, halbwegs sorgsamer Umgang vorausgesetzt, ein Leben lang.

Einerseits sind Manschettenknöpfe für das Schließen französischer Umschlagmanschetten erforderlich, andererseits sind sie ein beliebter Schmuck. Die französische Manschette besteht aus einer doppelten Stofflage, die zum Handgelenk zurückgeschlagen wird. Dies ist die eleganteste und formellste Form der Manschette. Hemden zum Smoking werden nur in dieser Form getragen. In der Regel werden Manschettenknöpfe tatsächlich genau zu solchen Hemden getragen.


Geschichte der Manschettenknöpfe


Manschettenknöpfe gehören zu den jüngeren Schmuckstücken, finden sie doch erst ab Mitte des 17 Jh. Erwähnung. Allgemeine Verbreitung fanden sie ab Ende des 18 Jh., als mit dem Aufkommen des Bürgertums, Hemden mit Umschlagmanschetten in Mode kamen. Wegen der Steifheit dieser doppelten Manschetten waren normale Knöpfe schlichtweg nicht geeignet. Die bürgerlichen Angestellten waren ab Mitte des 19 Jh. tagsüber im Anzug, abends in Frack oder Smoking gekleidet. So kamen Manschettenknöpfe bei den Herren der besseren Gesellschaft allgemein in Mode. Ihren eigentlichen Siegeszug als Schmuckstück haben sie jedoch dem Prince of Wales, Edward VII, zu verdanken, der bunte Manschettenknöpfe mit Edelsteinbesatz aus den Juwelierwerkstätten des Hauses Fabergé Ende des 19 Jh. Populär machte. Es gab seinerzeit eine unglaubliche Vielfalt an Formen, Farben und Materialien, aus Kunststoff, Metall, mit Strass, Halbedelsteinen bis hin zu den exklusiven Modellen aus Edelmetallen mit Edelsteinen. Befördert wurde die Verbreitung durch Coco Chanel, die zu dieser Zeit den Modeschmuck salonfähig gemacht hat.

In den 1920 Jahren wurden so viele Manschettenknöpfe getragen wie nie zuvor. Mit dem Aufkommen ungestärkter, einfacher Manschetten in den 1930er Jahren, fingen modebewusste Männer an, einfach geknöpfte, sportliche, lässige Hemden zu tragen.
Nach dem 2ten Weltkrieg änderte sich das wieder. In den 1950er und 1960er Jahren legten Herren der bürgerlichen Schicht Wert darauf, zu zeigen, dass sie Teil des Wiederaufbaus, wenn nicht des Wirtschaftswunders waren, was sich in Accessoires wie Manschettenknöpfen, Feuerzeugen, hochwertigen Füllern und Armbanduhren zeigte. Das ging bis Ende der 1960er Jahre, als die Protagonisten der Pop-Revolution aus dem Swinging London, angeführt durch Mick Jagger immer exzentrischere Modelle von Manschettenknöpfen trugen. Es waren dann die Woodstock-, Hippie- und Rock’n Roll-Kids, die die im Glam-Rock üblichen Accessoires begannen als bürgerliche Relikte einer vergangenen Zeit, als Protest gegen alles Konservative, abzulehnen und mit der allgemeinen Promotion freiheitlicher Werte wie Gleichberechtigung der Frauen, gewaltfreie Erziehung, Freiheit der Homosexualität etc. auch ihre Moden änderten. 

Erst ab Mitte der 1980er Jahre konnten die ehemaligen „Revolutionäre“ die als Sieger aus diesem Kulturkampf gegen das Gestern, diese Werte in die Mitte der Gesellschaft getragen haben, sich die vormals bürgerlichen Insignien als reinen Schmuck zurückerobern. Seitdem haben Manschettenknöpfe eine wahre Renaissance erlebt und werden heute auch von stilbewussten Damen getragen.
Die einfachste Form der Manschettenknöpfe ist ein doppelt farbiger Seidenknoten mit einem Gummiband. Diese Art sieht man praktisch nicht mehr. Heute ist die Auswahl schier unerschöpflich. Es gibt die gediegenen zeitlosen Varianten, aber auch Manschettenknöpfe, die bestimmte Themen aufnehmen und dementsprechend in verschiedensten Varianten zu finden sind, vom Auto über die Gitarre bis hin zum Zeppelin.

Technisch gesehen gibt es verschiedene Arten von Manschettenknöpfen, die sich vor allem bei den Verschlüssen bzw. Befestigungen unterscheiden.
Manschettenknöpfe mit einem Schwenkbügel und Druckmanschettenknöpfe, wie sie der schottische Hersteller Dalvey im Programm hat, findest Du in unserem Sortiment am häufigsten.

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