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Schreiben mit der Hand – die Entdeckung der Langsamkeit als Quelle von Inspiration und Kreativität – Ruhepausen in einer immer hektischeren Zeit.

Als professioneller Vielschreiber, der schon seit längerem das Schreiben mit der Hand als Quelle der Reflektion und als haptischen Genuss wiederentdeckt hat, liegen mir Schreibgeräte, allen voran hochwertige Füllfederhalter besonders am Herzen. Das einzig bedauernswerte an der Tätigkeit als professionelle Sammler, womit wir hier unsren Lebensunterhalt bestreiten, liegt darin begründet, dass wir selbst unsere Sammlerstücke, die als neuwertig verkauft werden, nicht verwenden dürfen. Sie müssen ja neu sein;).

Dabei ist es schlichtweg eine sinnliche Erfahrung, einen Text mit einem dieser exklusiven Füller zu schreiben. Seien Sie sich gewiss, ein oder zwei dieser edlen Schreibgeräte haben wir für uns behalten – Askese wäre hier fehl am Platz.
Der Spaß an der Handschrift ist jedoch nicht auf Füllfederhalter beschränkt, Kugelschreiber, Tintenroller und Drehbleistifte haben auch ihren ganz speziellen Einsatzzweck. Für kurze Notizen, unterwegs, bei Meetings o. Ä. sind Kugelschreiber einfach optimal. Den Lieblingsfüller lasse ich dann doch lieber im Büro.

Müssen sie häufig Skizzen anfertigen, als Polizist oder Sachverständiger vor Ort, als Architekt, Designer oder Ingenieur, sind Drehbleistifte die erste Wahl.
Jetzt kommt Ihr Einwand: „Das mache ich auf meinem Notebook oder Tablet.“ Ja super, schauen Sie sich doch die Menschen an, die bei einem Meeting aber auch alles protokollieren, auf den Taste klappern, aber überhaupt nicht mehr am Gespräch teilnehmen. Bereichen die das Meeting? Wohl kaum, sind sie doch vom Protokollieren selbst absorbiert. Und wenn man dann mal kurz eine Idee, ein Skizze zeigen will, geht nichts schneller, als diese auf einem Blatt Papier anzufertigen und rumgehen zu lassen.

Ich schreibe seit über 30 Jahren am PC, sitze fast den ganzen Tag davor, außer während meiner Kreativphasen, wo ich mit der Hand schreibe. Tatsächlich gehen manche Dinge mit der Hand immer noch schneller als am PC, eine kleine Notiz während eines Telefonats beispielsweise, so schnell, dass der Gesprächspartner es nicht mitbekommt oder unterwegs. Eh Sie da auf dem Smartphone schnell zu den Notizen gewechselt sind, das Telefonat auf laut gestellt haben… haben Sie die Notiz schon längst auf einem Papier festgehalten.

Dazu kommt eines, wenn Sie mit der Hand schreiben, formulieren Sie den Satz erst im Kopf durch und schreiben dann. Am Bildschirm kann es vorkommen, dass Sie den Satz so lange wieder und wieder umstellen, bis Sie fast vergessen haben, was Sie ausdrücken wollten. Und wenn wir dann diese Texte in den Computer übertragen, sind wir gleich unsere eigenen Lektoren. Fertig ist der Lack.

 

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